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| Die ägyptische Architektur - das
gewaltige und monumentale Bauprogramm der Pharaonen - ist wie kaum eine
andere Architektur bis heute erhalten geblieben. Ägypten war in
pharaonischer Zeit ein Land der Tempel mit mächtigen Pylonen und
unzerstörbaren Umfassungsmauern. Doch schon in der Ptolemäer- und
Römerzeit waren längst nicht mehr all die Tempel der Götter intakt, die
während der insgesamt 2500 Jahre dauernden aktiven Bautätigkeit
errichtet wurden. Die Könige des Neuen Reiches ließen das Baumaterial
älterer Tempel abtragen, um es für ihre eigenen neuen Bauwerke
wiederzuverwenden. In der ägyptischen Geschichte wird kaum der ideale
Zustand der Vollendung des Tempelbauprogramms geherrscht haben, sondern
eher ein über Jahrhunderte dauernder Zustand einer ewigen Baustelle.
Halbzerstörte ältere und nur teilweise beendete, neue Tempel überzogen
das sogenannte schwarze Land "Kemet". Einzig die
Pyramiden wurden als Grabanlage geachtet und von nachfolgenden Pharaonen
als Monumente vergangener großer Zeiten bewundert, gelegentlich auch
geschützt und restauriert. |
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