| |
| Des Sängers Fluch |
Noch eine hohe Säule
zeugt von verschwundener Pracht.....
Auch diese, schon geborsten,
kann stürzen
über Nacht. |
|

|
Die plastischen Darstellungen der Halbsäulen oder
Mauerzungensäulen sind zusammengebundenen Matten aus Schilfstengeln, oder
wie Forscher vermuteten auch aus Palmwedeln, nachempfunden. Sie hatten im
Grabbezirk des Pharaos Djoser die Funktion den Mauervorsprung vor
Beschädigung zu schützen. |
|

|
Die Palmsäulen geben nicht
die natürlich gewachsene Palme wieder, sondern imitieren
nach außen geneigte Palmwedel, die mit Schnüren an einer Stange fixiert
sind. Da sie häufig in den Totentempeln der
Könige errichtet wurden, bringen Wissenschaftler sie mit dem Palmenhain in Buto, dem
Bestattungsort der frühdynastischen Könige, in Verbindung. Palmsäulen
wurden auch in privaten Grabanlagen aufgestellt und begrenzten als
Umgang die unbedachten Höfe privater Wohnhäuser. |
|

|
Lotossäulen zählen zu den Bündelsäulen, in deren
Darstellung vier geschlossene, seltener geöffnete, Lotosblüten durch
mehrfache Umschnürung zusammengebunden sind. Die hinter der fünffachen
Umschnürung entstandenen Hohlräume zwischen den großen Blüten wurden
mit Abbildungen von kurzen Lotosblüten ausgefüllt. Lotossäulen
symbolisieren wahrscheinlich die Wiedergeburt beim Sonnenaufgang, daher
wurden sie hauptsächlich in der Grabarchitektur des Alten und Mittleren
Reiches, wie hier in Beni Hasan, verwendet. |
|

|
In der Perserzeit, vorwiegend aber
während der Ptolemäer- und
Römerzeit waren die Säulen mit dem Kompositkapitell, auch
"Cyperussäule" genannt, ein weit verbreiteter Säulentypus in
der Architektur. Der Kapitellform lag das einzelne glockenförmig geöffnete
Papyruskapitell zugrunde, das in mehreren Etagen mit Palmzweigen,
Weinblättern und Lotosblüten geschmückt wurde. Der Schaft der Säule
zeigt zwischen zahlreichen horizontalen Inschriftenzeilen die für die
Papyrussäule typischen drei Linien, das Relief eines einzelnen
Papyrusstengels. |
|
|
|